Gießkannen verschwinden auf Meitinger Friedhof: Gemeinderat diskutiert über Pfandsystem

Freier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Auf den Meitinger Friedhöfen kommen immer wieder Gießkannen abhanden oder es werden Tüllen von den Kannen entfernt.

Immer wieder verschwinden auf Meitingens Friedhöfen Gießkannen oder deren Tüllen. Dies ist kein Kavaliersdelikt und beschäftigt daher auch die Fraktionsmitglieder im Marktgemeinderat. Nun diskutierte der Haupt- und Finanzausschuss über das Problem.

Um dem Übel ein Ende zu setzen, schlug die SPD-Fraktion vor, dass die eingerichteten Gießkannenstationen mit einem Pfandsystem ausgestattet werden sollten.

In einem Schreiben schilderte Antragssteller Matthias Mark die aktuelle Situation so, dass Grabbesucher, die die bepflanzten Grabstätten ihrer Angehörigen gießen wollen, des Öfteren die auf dem ganzen Friedhof verstreut abgestellten Gießkannen erst suchen müssten. Mit Pfandschlössern ausgestattete Stationen könnten den Anreiz schaffen, dass Grabpfleger die Gießkannen nach Gebrauch wieder an Ort und Stelle zurückbringen und somit ihren Pfandeinsatz zurückbekommen, so die Idee der SPD. Ein Pfandsystem würde jedoch eine hohe Investition verschlingen, pro Gießkanne in der niedrigeren Preiskategorie etwa 30 Euro, wodurch jedoch keine Sicherheit auf weiteres Abhandenkommen gegeben wäre.

Bürgermeister Michael Higl schilderte, dass dieses Gießkannenproblem, dass vor allem auf dem Meitinger Friedhof immer wieder auftritt, in der Vergangenheit bereits mehrfach diskutiert worden sei. Auf den anderen Friedhöfen der Ortsteile sei die Situation nicht so dramatisch, dort seien es nicht die Gießkannen, sondern lediglich deren Tüllen, die hin und wieder verschwinden. Feste Tüllen, wie Hauptamtsleiter Bruno Höfer vorschlug, seien jedoch auch keine Lösung, denn die Tüllen müssten abziehbar sein, um gereinigt zu werden, wenn sie mit Laub verstopft sind.

Im Gremium einigte man sich schließlich darauf, dass von einem Pfandsystem abgesehen werde und stattdessen einzelne weitere Gießkannenständer installieren werden sollen, um mehr für Ordnung zu sorgen.

Ein weiteres Thema war abschließend noch der Friedhof im Ortsteil Langenreichen. Franz Wengenmayr (Freie Wähler) machte den Vorschlag, den Friedhof in seinem Heimatort mit pflegeleichten Urnengräbern auszustatten, wie es im Ortsteil Erlingen bereits der Fall sei. Wengenmayr schlug vor, dass auf dem Langenreichner Friedhof auch eine Urnenbestattung ohne Erdgrab ermöglicht werden sollte. Um einen Mehraufwand bei der Friedhofspflege zu vermeiden, schlug er noch vor, solche Urnengräber auf einer ausgewiesenen Fläche am östlichen Rand der Friedhofsanlage mit Steinplatten auszustatten. Zuspruch erhielt dieser Vorschlag von Gemeinderätin Annemarie Probst (Grüne). Hauptamtsleiter Bruno Höfer zufolge sollen vorerst von Gemeindeseite aus vier solche Urnengräber ausgewiesen werden, später könnten diese auch erweitert werden. Einvernehmlich stimmte das gesamte Gremium diesem Vorschlag zu.

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