Region: Augsburg Stadt

Muss der Brandschutz am Peutinger Gymnasium saniert werden?

Der Brandschutz am Peutinger Gymnasium beschäftigte kürzlich den Hochbauausschuss.

Die SPD hat im Hochbauausschuss die sofortige Umsetzung der Maßnahme kritisiert. Kosten in Höhe von 5,6 Millionen Euro könnten demnach anderweitig in die Schule investiert werden.

Im Hochbauausschuss der Stadt Augsburg hat kürzlich die SPD die Dringlichkeit der Brandschutzsanierung am Peutinger Gymnasium angezweifelt. Viel zu viel Geld würde nach Ansicht von Fraktionsvorsitzenden Florian Freund in Maßnahmen fließen, die momentan gar nicht erforderlich seien. "Wir sollten uns erst Gedanken darüber machen, wie es mit dem Standort weiter geht", forderte Freund seine Kollegen im Ausschuss auf.

Insgesamt geht es um Gelder in Höhe von 5,6 Millionen Euro, die die Sanierungsmaßnahmen verschlingen. Laut Bildungsreferent Hermann Köhler (CSU) würde etwa die Hälfte des Betrags für neue Elektrik ausgegeben. Aufgrund der steigenden Anzahl an Computern in den Klassenzimmern reichen Köhler zufolge die mehrere Jahrzehnte alten Kabel und Leitungen nicht mehr für den dadurch steigenden Energiebedarf aus.

Freund stützt seine Argumentation, dass die Brandschutzsanierung nicht notwendig seien, auf ein Telefongespräch zwischen Schulverwaltungsamt und Feuerwehr. Demnach sei eine Evakuierung im Brandfall durch eine Fluchttreppe außen am Gebäude gewährleistet. Ein Mitschnitt des Telefonats wurde im Hochbauausschuss verlesen. "Das enthält mir zu viele Konjunktive", erklärte Baureferent Gerd Merkle und ergänzte, dass einige Klassenzimmer geschlossen werden müssten, wenn am Peutinger Gymnasium in Sachen Brandschutz nun nichts getan wird.

Mit Planungen, Ausschreibungen und Förderanträgen zieht es sich laut Merkle so lange hin, dass die Schüler im Jahr 2027 in das neue Peutinger Gymnasium einziehen könnten, wenn der Stadtrat sofort beschließt, die Schule auf das Reese-Areal umzuziehen. "Wir müssten sieben Jahre überbrücken", sagte Merkle. Das Gebäude würde außerdem danach weiterhin genutzt werden, beispielsweise als Ausweichmöglichkeit bei Sanierungen an anderen Schulen im Stadtgebiet. "Es sind also keine verlorenen Kosten", macht der Baureferent in Richtung des SPD-Fraktionschefs deutlich.

Dieser erwiderte, dass die Sozialdemokraten lediglich darauf aufmerksam machen wollen, dass man die Gelder anderweitig in die Schule hätte investieren können. Schließlich stimmten die Mitglieder des Hochbauausschusses einstimmig für die Sanierung an dem Gymnasium.

Während der Arbeiten müssen nach derzeitigen Planungen des Hochbauamts zwölf bis 14 Klassenzimmer ausgegliedert werden. Auf dem Sporthof sollen deshalb gemietete Schulcontainer aufgestellt werden. Allein die Kosten für diese Übergangsklassenzimmer belaufen sich laut aktuellen Schätzungen auf etwa 1,5 Millionen Euro.

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