Region: Augsburger Land

26. Konzert junger Talente: Stimmige Synergie der Sinne

Profilbild von
Freie Mitarbeiterin Nicole Fischer
Carolina Trautner (Zweite von links) überraschte das Publikum.

Ein Hörgenuss der besonderen Art für Musikbegeisterte fand am Wochenende vor dem ersten Advent in der Stadthalle Schwabmünchen statt. Monika Scherer, die wieder mit Witz und Charme durch das Programm führte, informierte das Publikum über Hintergründe und Persönliches zu den Künstlern und Nachwuchsmusikern. Diese bescherten dem Publikum Gänsehaut vom ersten Ton an.

Ein buntes Programm aus Filmmusik, Pop und Klassik hatten die Schüler der Musikschule „Beathof“, unter der Leitung von Dominik und Valentin Scherer, der Musikverein „BRASSerei“ unter der Leitung von Valentin Scherer zusammen mit dem Lech-Wertach Orchester, unter der Leitung von Wolfgang Scherer, auf die Beine gestellt. Ob zu dritt am Klavier mit Leila, Elisa und Ferdinand Nadjafi aus Bobingen, Franziska Lohmann an der Harfe mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – das Publikum kam bei so viel Talent über das Staunen nicht hinaus. So auch als Leila Nadjafi, erste Landes- und Bundespreisträgerin „Jugend musiziert“, ihre Künste auf dem Akkordeon darbot, die sie sich selbst beibrachte. Tosenden Applaus gab es auch für die Jüngsten der Nachwuchskünstler der „BRASSerei“ und der Musikschule "Beathof".

Die Macht der Musik

Die Fusion mit der Popularmusik war ein wesentlicher Bestandteil des Konzerts. So erlebte der Zuhörer ein Feuerwerk der Gefühle und Assoziationen. Durch die Melodien und Harmonien, durch spannende Kontraste wurden die Gäste mitgerissen, in fremde Welten entführt und erlebten einen unvergesslichen Urlaub für die Seele. Sehr imposant waren auch die Alphörner der Aitinger Alphornbläser und ihre Darbietung. Zudem gab es Überraschungsgäste: Die Gruppe Havet, bestehend aus Mimi und Josy, Gewinnerinnen aus der siebten Staffel der deutschen Musik-Castingshow „The Voice Kids“, stellte ihr neues Lied aus ihrem Album vor. Und wer hätte gedacht, dass die Schirmherrin der Veranstaltung, Landtagsabgeordnete Carolina Trautner, Saxophon spielen kann? In einem Saxophon-Medley zusammen mit den Scherers bewies sie es. Lustig wurde es dann bei der Gruppe Loamsiader, die Mundartmusik mit Herz darbot.

Der Erlös des Konzerts wurde zum 26. Mal der „Kartei der Not“ gespendet. Wolfgang Scherer, sichtlich erfreut: „Wir haben in diesem Jahr die Marke von insgesamt 100.000 Euro geknackt!“ Das Publikum spendete tosenden Applaus. Doch mit einem Mal wurde es ganz ruhig im gut besuchten Saal, denn die Familie Scherer versammelte sich auf der Bühne, um etwas zu verkünden. „Nach langer reiflicher Überlegung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass man aufhören sollte, wenn es am Schönsten ist!“, sagte Monika Scherer. Und Dominik Scherer, der mit seinem Bruder Valentin von Anfang an dabei war, erklärte: „Wir haben jetzt einen Zenit überschritten.“ Große Betroffenheit war im Saal zu spüren. Monika Scherer fügte hinzu: „Das 26. Konzert ist das letzte dieser Art, denn unsere Söhne wollen sich nun mehr ihren jungen Familien widmen, denn sie tragen auch dort gewisse Verantwortungen.“

Dafür hatte jeder vollstes Verständnis. Über 26 Jahre in Eigenleistung organisiert, arrangiert, gestaltet, betreut, beköstigt – für die Jugend und diese einmalige Konzertreihe gelebt. Über 7000 Mitwirkende, 600 Solisten fanden hier Gehör und viele Talente verdanken dem unermüdlichen Einsatz der Familie Scherer ihre Karriere. Über 21.000 Besuchern bescherten sie unvergesslich schöne Stunden. Monika Scherer ließ jedoch eine kleine Hintertür auf: „Wir werden sehen, in welcher Form es weiter geht. Lassen Sie sich überraschen.“ Die Sponsoren hätten schon jetzt Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert. Abschließend erfüllte das Orchester dem Publikum einen Musikwunsch und spielte ein letztes Mal den Soundtrack von „Fluch der Karibik“. Ein grandioser Schlussstrich.

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X