Region: Augsburger Land

Große Ehre für das MUGS

Profilbild vonFreier Mitarbeiter Christian Kruppe aus Schwabmünchen
Professor Dr. Hans Frei bei der Übergabe der Urkunde an Sabine Sünwoldt.

Das Schwabmünchner Museum wurde mit dem Schwäbischen Museumspreis 2020 ausgezeichnet.

Es ist eine beinahe schon unscheinbare, nahezu schmucklose Urkunde. Doch es zählt der Inhalt, nicht die äußere Form. Und somit passt es auch irgendwie. Denn das MUGS, also Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen, wirkt von außen ebenfalls eher unscheinbar und offenbart seine Größe erst im Innern. Und für genau das gab es die Urkunde. Weil das Museum „Lebendigkeit, Vielfalt, Engagement und Inhalt auf besondere Weise bietet“, wie Professor Dr. Hans Frei es nannte, wurde die Schwabmünchner Institution mit dem Schwäbischen Museumspreis 2020 ausgezeichnet. Eine Ehre, die bislang nur 21 anderen Museen zuteil wurde.

Gestiftet wird der Preis von der Hans-Frei-Kulturstiftung. Der ehemalige Bezirksheimatpfleger hob zudem „die Besucherorientierung und die fachkundige Gestaltung“ hervor.

Hoch erfreut war auch Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller. Zum einen, weil es in der Stadthalle wieder eine an die Kultur angelegte Veranstaltung gab – auch wenn nur 100 Gäste zur Feier kommen durften. „Kultur ist systemrelevant“, stellte Müller fest. Zum anderen auch über den Preis für das Museum der Stadt. „Unser Museum ist kein Ablageort für alte Dinge, sondern ein lebendiger Ort“, freute er sich. Ähnlich sieht es auch einer seiner Vorgänger. Altbürgermeister Elmar Pfandzelter ist eng mit dem Museum verbunden. Denn schon sein Vater war ehrenamtlich für das Museum tätig. „Der Preis ist verdient. Das Museum ist eine Sehenswürdigkeit der Stadt. Diese Würdigung hat das Museum verdient, vor allem die Menschen, die dies getragen haben und heute noch tragen“, so das Schwabmünchner Urgestein.

„Ich bin begeistert und berührt“, freute sich Museumsleiterin Sabine Sünwoldt. Dabei stellte sie auch klar, dass der Preis für das Museum und sein ganzes Team sei. In einem kurzweiligen, von Markus Friesenegger erstellten Film stellte sie das Museum vor. „Eine Führung, wie sonst bei einer solchen Ehrung üblich, muss ja leider entfallen. Aber so sparen wir uns 30 Minuten“, scherzte Sünwoldt dazu.

Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und zur Verwendung des Geldes hat Sabine Sünwoldt schon konkrete Pläne. „Wir setzen auf handgemachte Arbeit, sind sozusagen analog. Doch für den Römerraum wollen wir einen digitalen Spot setzen“, so Sünwoldt. So soll beim dortigen Töpferofen eine „Augmented Reality“-Station entstehen. Dabei soll der Ofen digital bestückt und betrieben werden. „Unsere Besucher können sozusagen herausfinden, ob sie in der Römerzeit als Töpfer hätten arbeiten können.“

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