Region: Augsburger Land

Arbeiten bei St. Michael in Schwabmünchen: Neuer Pfarrhof, sanierte Grotte

(Von links) Kirchenpfleger Peter Bier, Stadtpfarrer Christoph Leutgäb, Architekt Johannes Ostendorf und Verwaltungsleiter Christian Weh freuen sich, dass die Bauarbeiten am Pfarrhof losgehen.

Der Pfarrhof an der Ferdinand-Wagner-Straße in Schwabmünchen wird abgerissen und neu gebaut, denn Untersuchungen haben ergeben, dass das rund 100 Jahre alte Gebäude nicht erhalten werden kann. Bei einem Pressegespräch gaben der Verwaltungsleiter der Pfarreiengemeinschaft Schwabmünchen Christian Weh, Pfarrer Christoph Leutgäb, Kirchenpfleger Peter Bier und Architekt Johannes Ostendorf bekannt, dass der Abbruch nun beginnt.

Die Arbeiten dauern vier bis fünf Wochen und nach der Fundamentgründung geht es an den Hochbau. Die Kosten liegen bei rund 3,2 Millionen Euro, was die Diözese Augsburg übernimmt. Parallel läuft die Sanierung der Mariengrotte. Die Kirchenstiftung St. Michael finanziert die Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro, was dank vieler Spenden möglich ist. „Viele warten bereits sehnsüchtig auf die Sanierung und freuen sich darüber, dass es nun endlich losgehen kann“, so Pfarrer Leutgäb.

Der Bereich der Arkaden bleibt erhalten, die Stufen werden für einen barrierefreien Zugang zurückgebaut. Weiter sollen an der Zufahrt zur Museumstraße circa 20 Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher von Pfarrhof und benachbartem Chorregentenhaus entstehen. Und im Garten will man den Baumbestand bis auf einige Obstbäume wahren.

Geplant ist außerdem, eine Pellet-Heizzentrale einzubauen, die neben dem neuen Pfarrhof das Pfarrzentrum und Teile der Stadtpfarrkirche St. Michael versorgen soll. Die Kirchenstiftung investiert dafür etwa 450.000 Euro, wobei sich für die Kirchenstiftung dank Beteiligung der Diözese Augsburg und einer KfW-Förderung die Kosten auf etwa 120.000 Euro reduzieren.

„Neu machen mit ganz ähnlichen Bausteinen“, so erläuterte Architekt Johannes Ostendorf die Entwurfsphilosophie. Der Neubau solle sich einfügen und sich zur Kirche hin öffnen. Dazu wird ein Stück der Mauer entfernt. Von der „Formensprache“ soll es bleiben, wie es war, Höhe und Dachform, selbst die Traufen werden laut Ostendorf ähnlich sein. Die Grundfläche soll ungefähr gleich bleiben.

Wenn alles nach Plan läuft, wird der neue Pfarrhof, ein Energie-Effizienzhaus 55, Ende 2023 fertig sein. In dem Neubau finden nicht nur das Pfarramt und die Büros der pastoralen Mitarbeiter Platz, sondern auch Wohnräume für Pfarrer, Kaplan und Haushaltshilfe. (nh)

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