Region: Augsburger Land

Nein zum Gründach

Profilbild vonFreier Mitarbeiter Christian Kruppe aus Schwabmünchen
Der Baustoffhandel der BayWa an der Landsberger Straße in Schwabmünchen soll nach dem Wegzug des Gartenmarktes neu gebaut werden.

Das Hallenbad in Schwabmünchen soll kein Gründach bekommen, die BayWa baut den Baustoffhandel neu.

Eigentlich war die Planung für das Schwabmünchner Lehrschwimmbecken abgeschlossen, alle Anträge eingereicht. Doch bei der Vorstellung im Landratsamt hat Kreisbaumeister Frank Schwindling die Idee aufgebracht, zu prüfen, ob nicht ein Gründach für das Bad möglich wäre.

Nun lag dem Schwabmünchner Stadtrat eine Planung des Badarchitekts Wolfgang Gollwitzer vor. Diese zeigt auf, dass ein Gründach möglich ist und Vor- sowie Nachteile mit sich bringt. Die Vorteile sind vorwiegend ökologischer Natur wie die Schaffung von Lebensraum, ein verbessertes Mikroklima oder mehr Wärmeschutz. Zu den Nachteilen zählt der erhöhte Pflege- und Wartungsaufwand, das steigende Risiko von Feuchteschäden und vor allem die Kosten. 270.000 bis 300.000 Euro allein sind die Mehrkosten, die beim Bau entstehen. Dazu kommen auch höhere Unterhaltskosten. Der zweite Bürgermeister Josef Alletsee war daher von den Plänen wenig begeistert. „Wir haben versucht, so viel wie möglich zu sparen und dann wollen wir so viel Geld für eine Konstruktion ausgeben, die weiter Geld kosten wird und Probleme verursacht. Das ergibt keinen Sinn“, so der Baufachmann, der zudem deutlich mehr Probleme wie Planer Gollwitzer sieht: „Wenn am Dach was gemacht werden muss, dann muss alles runter, denn nur wegschieben ist statisch nicht möglich.“ Auch ein großer Teil der restlichen Räte teilte Alletsees Meinung, zumal auch nicht klar war, ob sich der Landkreis auch an diesen Kosten beteiligen würde. So fand die Idee bei der Abstimmung nur bei den Grünen und Fabian Wamser (SPD) Zustimmung.

Mehr Zustimmung fanden die Pläne der BayWa. Nachdem der Bau- und Gartenmarkt nun im Norden neu gebaut hat, will der Baustoffhandel an der Landsberger Straße den vorhandenen Platz besser nutzen, zumal der Standort in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen ist und weiter wachsen soll. Entgegen der alten Pläne aus dem Jahr 2014 braucht die BayWa dazu keine weiteren Flächen. Somit wird weiter die Distanz zur Feldkapelle gewahrt. Ein großer Teil des Bestandes soll rückgebaut werden. An der Nordseite des Grundstücks soll dann unter anderem eine Ausstellungshalle samt Büros entstehen. Neben der Vergrößerung der Lagerflächen wird so auch mehr Platz zum Warenumschlag geschaffen.

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