Region: Augsburger Land

Junge Union Schwaben verleiht Anton-Jaumann- Innovationspreis 2022: Otto Bihler Maschinenfabrik und Schreinerei Lehle wurden ausgezeichnet

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StaZ-Reporter Stefanie Wagner aus Gundremmingen
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(v.l.n.r.): Hans-Peter Rauch (Präsident der Handwerkskammer Schwaben), Stefanie Wagner (Stv. JU-Bezirksvorsitzende & Projektleitung), Günther Oettinger (früherer EU-Kommissar), Mathias Bihler und Manfred Grundner (beide von der Otto Bihler Maschinenfabrik), Christof Lehle (Schreinerei Lehle), Manuel Knoll (JU-Bezirksvorsitzender), Klaus Jasper, Jakob Stocker-Böck, Ines Dollinger und Darian Williams

Der Anton-Jaumann-Preis, mit dem der Bezirksverband der Jungen Union Schwaben alle zwei Jahre innovative mittelständische Unternehmen auszeichnet, geht in diesem Jahr an die Otto Bihler Maschinenfabrik aus Halblech und die Schreinerei Lehle aus Schwabmünchen. Feierlich verliehen wurde der Preis in den Räumlichkeiten der Firma Dobler im INNOVA Park in Kaufbeuren im Beisein vom früheren EU-Kommissar Günther H. Oettinger sowie weiteren Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Der Anton-Jaumann-Innovationspreis wurde 1996 zu Ehren des Lebenswerks des früheren bayerischen Wirtschaftsministers Anton Jaumann unter anderem vom damaligen JU-Bezirksvorsitzenden und jetzigen bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetscheck ins Leben gerufen. Seitdem wurde der Preis mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020 alle zwei Jahre vergeben.

 

Die diesjährige Festrede hielt der frühere Vizepräsident und EU-Kommissar sowie ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger. Oettinger plädierte in Kaufbeuren für einen stärkeren Fokus der Politik auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Angesichts Rekordenergiepreisen im internationalen Vergleich, überbordender Bürokratie sowie einem akuten Fachkräftemangel, drohe die Deindustrialisierung Deutschlands. Er forderte die Ampel-Koalition in Berlin auf, nicht mehr wegzuschauen und Maßnahmen zur Stärkung des Mittelstandes sowie des produzierenden Gewerbes zu ergreifen.

Die Laudatio auf die beiden Preisträger hielt der frühere Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium, Klaus Jasper. Er betonte in seiner Laudatio, dass es in Schwaben zahlreiche innovative Unternehmen gebe, die unseren Wirtschaftsstandort stärken und somit für neue Arbeitsplätze sorgen. Gemeinsam mit einer zehnköpfigen Jury aus Vertretern der schwäbischen Hochschulen, Wirtschaftsorganisationen und der Jungen Union Schwaben habe man sich in diesem Jahr unter den zahlreichen qualitativ hochwertigen Bewerbungen für die Firma Bihler sowie für die Schreinerei Lehle entschieden. „Bei Bihler ist Innovation Programm. Mit dem Leantool-System hat das Unternehmen eine hocheffiziente Gesamtlösung, um die Entwicklungszeit und die Zeit bis zum Produktionsanlauf zu minimieren. Ich gratuliere dem Unternehmen im Namen der gesamten Jury zur Auszeichnung.“, so das Jury-Mitglied Jakob Stocker-Böck aus Seeg. Weitere Glückwünsche der Jury bekam außerdem die Schreinerei Lehle, die bereits in der dritten Generation geführt wird. Entscheidend für die Auszeichnung war die hohe Innovationskraft des Unternehmens von der Planung von Küchen bis zu deren Fertigung. Manuel Knoll, JU-Bezirksvorsitzender, dankte allen Unternehmen, die sich beworben haben. Den beiden Preisträgern gratulierte er zu ihrer verdienten Auszeichnung. Die Bewerbungen haben gezeigt, welch leistungsfähige Unternehmen man in Schwaben habe. Trotzdem dürfe sich die Politik nicht auf Erfolgen ausruhen. Mit Blick auf die im internationalen Vergleich geringe Zahl an Unternehmensgründungen betont er: „Wir brauchen eine starke Gründerkultur, um langfristig Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern. Die Politik ist gefragt, ein Umfeld zu schaffen, damit mehr Menschen bereit sind, eine Geschäftsidee zu verwirklichen.“ Stefanie Wagner, die Projektleiterin der diesjährigen Preisverleihung, betonte: “Die Schreinerei Lehle und die Firma Bihler haben als zukunftsfähige und hoch innovative Unternehmen seit Beginn ihrer Firmengeschichte hohe Verdienste um den Wirtschaftsstandort Bayerisch-Schwaben erworben und diesen auf vorbildliche Weise geprägt und entwickelt.”

Laudator Klaus Jasper sprach der Jungen Union Schwaben abschließend seinen Dank für diese Initiative aus, die nun schon zur Tradition geworden sei. Sie würdige damit das Leben und das Werk eines der bedeutendsten bayerischen Wirtschaftspolitiker.

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