Region: Augsburger Land

Spatenstich für das Lech-Wertach-Probenzentrum

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Freie Mitarbeiterin Nicole Fischer
Beim symbolischen Spatenstich in Schwabmünchen herrschte gute Laune. 1,2 Millionen Euro wird die neue Begegnungsstätte kosten.

Im Herzen von Schwabmünchen soll das neue Lech-Wertach-Probenzentrum der Stadtmusikkapelle Schwabmünchen entstehen.

Freude und Erleichterung ist unter allen Teilnehmern des symbolischen Spatenstichs zu spüren. Neben der ehemaligen Pestalozzischule, im Herzen von Schwabmünchen, entstehen bis zum Frühjahr 2022 neue Probenräume mit einer überbauten Grundfläche von 400 Quadratmetern für musikalische Erziehung und für größere Ensembles wie das Lech-Wertach-Orchester, für Gruppen der Stadtmusikkapelle und Musikgruppen aus der Region. Denn die aktuellen Probenräume sind zu klein. Phasenweise übten über 60 Kinder und Jugendliche in einem 70 Quadratmeter großen Raum in der alten Pestalozzischule im oberen Stockwerk.

Optisch soll der Anbau durch seine moderne Architektur bestechen und einen Kontrast zum historischen Nebengebäude bilden, der unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Pestalozzischule. Das geplante Objekt ist ein KfW-Effizienzhaus 40, also ein Gebäude mit höchster Energieeffizienz. Geheizt wird über die Hackschnitzelheizung der Grundschule.

Vereine aus dem Begegnungsland Lech-Wertach können sich über zwei neue Probenräume mit jeweils 125 Quadratmetern freuen, die durch eine Schiebewand getrennt sind und bei Bedarf zu einem großen Proben- oder Veranstaltungsraum verbunden werden können. Das Buchen der Räume erfolgt ganz unbürokratisch, einfach online über die Internetseite der Stadtmusikkapelle.

Der erste Vorsitzende der Stadtmusikkapelle Schwabmünchen Peter Schäfer freute sich über die beeindruckende Gästeliste. So ließen es sich die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Carolina Trautner und Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, nicht nehmen, persönlich zu erscheinen. Auch Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz gratulierte. Franz Josef Pschierer, Präsident des Allgäu-Schwäbischen-Musikbunds (ASM), betonte die Wichtigkeit dieses Projekts. „Solche Signale brauchen wir“, sagte er und sprach von einer intelligenten Form der Finanzierung. „Fördertöpfe wurden optimal kombiniert.“

Dabei zogen alle an einem Strang. Die Stadt Schwabmünchen stellte das Grundstück unentgeltlich zur Verfügung. Der Architekt Gerhard Birkle übernahm ehrenamtlich die Planung. 500.000 Euro werden von Kämmerer Bernhard Jauchmann aus der Stadtkasse überwiesen. Den gleichen Betrag erhält die Stadtmusikkapelle aus dem EU-Fördertopf vom Begegnungsland Lech-Wertach. Der Eigenanteil, der von der Stadtmusikkapelle aufgebracht werden muss, beläuft sich auf 200.000 Euro. Hier greifen Banken und Unternehmen aus der Region als Sponsoren unter die Arme.

Die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald überbrachte Grüße von Landrat Martin Sailer, der entscheidende Weichen für dieses Projekt gestellt hatte. Mit vor Ort war auch Franz Feigl, Vorsitzender des Begegnungslandes Lech-Wertach. Er sei stolz, dass Raum für Begegnungen geschaffen werde und werde darauf achten, dass nicht nur die Schwabmünchner das Angebot nutzen.

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