Region: Augsburger Land

Ein Spektakel der Tanzkunst

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Freier Mitarbeiter Christian Kruppe aus Schwabmünchen
Wie immer eine Augenweide: Schwabmünchens erste Garde.

Das erste Drittel des zehnten Gardetreffens der Menkinger Narren in Schwabmünchen ist schon vorüber, als die Besucher der voll besetzten Stadthalle zum ersten Mal keine Aufforderung brauchen, um mit tosendem Applaus „Zugabe“ zu rufen. Kein Wunder, denn was die Showtanzgruppe Knoronia aus Unterknörigen bei Burgau auf der Bühne bot, war der vielleicht beeindruckendste Showtanz des Treffens. Aufwendige Kostüme, toller Tanz und vor allem spektakuläre Flugeinlagen sorgten schon im Verlauf der Vorführungen für offene Münder und staunende Gesichter bei den Gästen. Die Unterknöringer türmten sich hoch bis an die Bühnenbeleuchtung. Da war Moderator Markus Reiß schon froh, das Bürgermeister Lorenz Müller sich schon zum nächsten Termin verabschiedet hatte. „Wenn der Bürgermeister das gesehen hätte, müsste er die Stadthalle schon wieder sanieren“, witzelte Reiß.
Die Unterknöriger können aber nicht nur Menschen in die Höhe stapeln. In dem Burgauer Ortsteil fliegen nicht nur die Vögel zur Sommerszeit, da fliegen auch die Narren zur Faschingszeit. Gleich mehrmals warf die Knoronia Tänzerinnen durch die Luft – und fing sie sogar wieder auf.
Doch nicht nur die Burgauer forderten die volle Höhe der Bühne ein. Auch der CCK Fantasia aus Königsbrunn bewies, dass das Stapeln von Menschen auch in unserer Region Einzug hält. Die Brunnenstädter starteten gleich zu Beginn des Treffens mit ihren Showtanzkids und dem Kinderprinzenpaar Judith und Daniel in den Tag. Der Nachwuchs, zwischen vier und 17 Jahre alt, heimste schon viel Applaus ein. Da mussten die „Großen“ als letzte Showgruppe des Tages schon richtig Gas geben, um den „Kleinen“ nachzukommen. Das gelang auch eindrucksvoll. Toller Tanz, opulente Kostüme, zahlreiche Kostümwechsel, die perfekt in die Show eingetaktet waren, und spektakuläre Schaubilder – so hoch, dass die Tänzerinnen sich an den Bühnenelementen der Hallendecke festhalten konnten. Tosender Applaus vom – nach fünf Stunden Tanz – leicht ausgedünnten Publikum war der Lohn für die fast 30-minütige Show der Königsbrunner.
Doch nicht nur diese beiden Showtänze beeindruckten die Zuschauer. Auch die anderen Showtänzer sorgten für anhaltenden Applaus. So feiert „Lach Moro“ aus Mering in diesem Jahr 55 Jahre Fasching und führt mit atemberaubenden Kostümen durch fünfeinhalb Jahrzehnte.
Beim Auftritt der Imhofia-Männertanzgruppe hatten vor allem die weiblichen Besucher Grund zum Kreischen. Die Jungs aus Untermeitingen zeigten sich als knackige Rettungsschwimmer und ließen die Herzen der Damen höherschlagen.
Doch nicht nur die Showtanzgruppen sorgten für Jubel. Auch die Garden – ganz dem Namen der Veranstaltung entsprechend – zeigten, was sie können.
Ganz stolz präsentierte die Mini-Garde der Menkinger zum Auftakt ihre schicken neuen Kostüme. In Lila-Weiß zeigte der Menkinger Nachwuchs, dass die Zukunft des Gardetanzes in Schwabmünchen wohl gesichert sein dürfte. Auch die Jugendgarde verdeutlichte den Wert der guten Nachwuchsarbeit, die beim TSV für die Narren geleistet wird. Die Teenies sind nicht nur zahlenmäßig gut besetzt, sie können auch richtig gut tanzen. Das dürfte wiederum bei der ersten Garde der Schwabmünchner für einen erfreulichen Blick in die Zukunft sorgen. Da ist die Anzahl der Tänzerinnen deutlich geringer, was aber eine tolle Show nicht ausschließt. Doch bei der Menge an begabtem Nachwuchs dürfte auch die erste Garde in den kommenden Jahren wieder zahlenmäßig zulegen.
Wie immer iNeben den drei Schwabmünchner Garden war auch die Nachbarschaft gut vertreten. Klosterlechfelds Lecharia, die Imhofia aus Untermeitingen sowie der Mittelstetter Faschingsclub schickten ebenfalls ihre Garden auf die Bühne und bewiesen, dass der Fasching in der Region regelrecht auflebt.

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