Region: Augsburger Land

Weihnachtsschlendern statt Hoigarten in Schwabmünchen

Profilbild vonFreier Mitarbeiter Christian Kruppe aus Schwabmünchen

Der Schwabmünchner Hoigarten in seiner üblichen Form ist nicht durchführbar. Dafür soll das "Weihnachtsschlendern" kommen.

Ein hartes Jahr liegt hinter der Werbegemeinschaft Schwabmünchen. Der Verein steht für viele tolle Feste und Aktionen in Schwabmünchen, die den Handel in der Stadt unterstützen sollen. Doch just kurz vor einem der größten Events, dem Frühlingsfest, schlug die Corona-Pandemie gnadenlos zu. Egal ob der Schwabmünchner Sommer oder das Weinfest – nichts konnte stattfinden.

In Corona-Zeiten verlagerten sich die Aktivitäten des Vereins in die digitale Welt. Während des Lockdowns wurde aus der Vereinshomepage ein Schaufenster der lokalen Geschäfte, damit jeder wusste, welche Dienstleistungen trotz der Einschränkungen noch angeboten wurden. Zudem wurde mit „#bleibtSMÜtreu“ eine Gutscheinaktion gestartet.

Doch so ganz ohne Veranstaltung will die Werbegemeinschaft das Jahr nicht beenden. Daher soll der Hoigarten in abgewandelter Form stattfinden. „Den Hoigarten in seiner üblichen Form können wir nicht durchführen“, so der Vorsitzende Björn Wilbert. Umgesetzt soll dafür das „Weihnachtsschlendern“. Statt einer Budenstadt sollen dabei die Buden grüppchenweise verteilt in der Innenstadt und an zentralen Stellen wie der Neuen Mitte, dem Schrannenplatz und dem Ludwig-Rößle-Platz stehen und zum Schlendern einladen. Knapp 30 Stände sollen so für weihnachtliches Flair sorgen. Stattfinden soll das "Weihnachtsschlendern" von Freitag, 27. November, bis Sonntag, 13. Dezember, jeweils Freitag, Samstag und Sonntag. Und es wird geprüft, ob das Wochenende 18. bis 20. Dezember auch noch von den Fieranten umsetzbar ist.

Wichtig war dem Verein nur, dass die Stadt als Veranstalter auftritt. „Das hat rechtliche Hintergründe“, erklärt Björn Wilbert. Der Wunsch wurde ihm von Bürgermeister Lorenz Müller erfüllt. „Wir wollen den Schwabmünchnern in dieser Zeit so viel Normalität wie möglich bieten“, stellte der klar. Daher wird auch trotz steigender Infektionszahlen weiter geplant.

Offen war auch die Frage, wie lange der Handel seine Geschäfte geöffnet lässt. Nach kurzer Diskussion wurde mit Freitag 20 Uhr und Samstag 16 Uhr eine Lösung gefunden. Björn Wilbert appellierte an die Händler, nicht nur in Sachen Öffnungszeiten an einem Strang zu ziehen. „Es soll so heimelig und weihnachtlich wie möglich werden. Dass dies bei den Buden so ist, dafür sorgen wir. Aber die Geschäfte sollten auch ihren Teil zur Optik beitragen.“ Denn sollte das Weihnachtsschlendern stattfinden können, kann der Handel in Schwabmünchen durchaus davon profitieren. „Da sonst wenig stattfindet, kann das ein echter Zugewinn werden“, stellte Nico Stammel fest.

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