Ein Prosit auf die Zukunft des TSV Steppach

Neujahrsempfang des Sportvereins

Gerne haben geladene Gäste die Einladung des TSV Steppach zum Neujahrsempfang angenommen und, wenn auch jeder von seinem Platz aus und unter Einhaltung aller Corona-Vorgaben, auf neue Zeiten im Verein angestoßen.

Dass es auch in unseren schwierigen Zeiten gelingen kann, mit geladenen Gästen und der sorgfältigen Einhaltung aller Corona-Vorgaben, das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen, das hat auf höchst angenehme Art der TSV Steppach mit seinem Neujahrsempfang bewiesen. 

Soll ein Neujahrsempfang doch immer der Beginn eines neuen, gemeinsamen Jahres sein, so nahm der neue erste Vorstand des TSV Steppach Siegfried Schmid seine Gäste mit auf einen geplanten Weg bis 2025, der den Sportverein in eine gedeihliche Zukunft führen soll. Dabei überzeugte er mit eben so viel Sachverstand wie Herzblut für seine künftigen Aufgaben. Große Veränderungen und Weichenstellungen sind geplant. Er habe sich für den Posten des ersten Vorstands nicht vorgedrängt, betonte Schmid, sondern wolle nur helfen, so wie er es bereits seit zweieinhalb Jahren – zunächst im Rahmen des TSV Steppach – später, nachdem diese Hilfestellung vom damaligen Vorstand nicht mehr gewünscht war, in der Initiative www.tsv2022.de getan habe. Aufbauend darauf legte Schmid in einer umfangreichen Broschüre das Konzept, welches die Vorstandschaft gemeinsam mit einem großen Freundschaftskreis erarbeitet hatte, vor.

Nach dem Motto des Steppacher Sportvereins „aus Tradition der Zukunft verpflichtet“ legte Schmid dabei zunächst einen ungeschönten Rechenschaftsbericht ab. Ein Bankbesuch machte klar, das die Ausgangslage mit 463.999,40 Euro Darlehensschulden nicht allzu rosig ist, erklärte er. „So kann nicht weiter gewirtschaftet werden, es muss gespart werden, um die Verpflichtung in Höhe einer halben Million Euro abzubauen“, so Schmid. Auch die Mitgliederzahl ging in den vergangenen Jahren von 2013 mit 1250 Mitgliedern zunehmend nach unten bis 2021 mit einer Mitgliederzahl von 1024 inklusive Kindern, Jugendlichen und Ehrenmitgliedern. Nur rund 500 erwachsene, beitragszahlende Mitglieder stehen fast 500.000 Euro Schulden gegenüber. Rainer Christl, Zweiter Vorstand, und Schmid sehen klar, dass der Verein auf etwa 1500 Mitglieder anwachsen muss, um überleben zu können. Steppach ist ein besonderer Verein mit Zukunft, mit verschiedensten sportlichen Betätigungsfeldern, Fußballplätzen, Tennisanlage, Kegelbahnen, Schießstände und einer Berghütte. Ein erfolgreiches Weitermachen will Schmid mit der Erweiterung von sportlichen Angeboten für Jung und Alt erreichen. Hinsichtlich des Klinikums vor der Türe und dem weiteren Ansteigen der Bewohnerzahl des Neusässer Stadtteils sieht er für seinen Verein viele Chancen und ein mögliches gesundes Wachstum. Dazu muss der Verein aber wieder ein Verein werden, in dem ein großer Konsens herrscht und trotz allen Sparzwangs einiges investieren. Derzeit habe der Verein kein Herz, kein Zentrum, erklärte Schmid und will dies umgehend mit der Umgestaltung der Geschäftsstelle im Eingangsbereich ändern. Gleichzeitig sieht er den Umbau der Dreifach-Turnhalle sowie einzelner Bereiche wie Athletik- oder Kraftraum als unumgänglich an. Letzterer soll keine Konkurrenz zu Fitnessstudios sein, sondern vordringlich den eigenen Sportlern zur ergänzenden Körperertüchtigung und den Mitgliedern zur Reha oder Gesundheitsvorsorge dienen. Als dritte Aufgabe sollen die dringend notwendigen energetischen Sanierungen insbesondere in den bestehenden Räumen unter dem Pultdach in Angriff genommen werden. Hier sollen anschließend weitere Räume für sportliche Zwecke entstehen. Längerfristig stellt Schmid sich hier zwei Fitnessräume und eine Saunalandschaft vor allem für die eigenen Vereinsmitglieder vor. Ein wichtiger Schritt soll nun umgehend mit der Sanierung des Fußballerheims getan werden, für welche Spendengelder in Höhe von 125.000 Euro bereits vorhanden sind, so der Zweite Vorstand Rainer Christl.

Sportfachfrau Christine Königes, Vizepräsidentin des Bayerischen Turnerverbands, erklärte, sie bekomme leuchtende Augen hinsichtlich dieses unglaublich interessanten Konzepts und sehe beim TSV Steppach Potential, eine attraktive Sportstätte für jeden zu schaffen. Der Sportverein sei immer noch attraktiv, das Konzept funktioniere noch immer, getragen von den Emotionen der zahlreichen Ehrenamtlichen. In Vertretung der Stadt Neusäß sicherte Dritte Bürgermeisterin Susanne Höhnle dem Verein für die künftigen Vorhaben eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt zu und will diese mit Zuschüssen und Sachkompetenz der Verwaltung unterstützen. MdL Harald Güller (SPD) betonte viele Bereiche, in welchen er bereits mit dem TSV Steppach zusammenarbeitet und sagte zu, sich im Sportausschuss für Fördermöglichkeiten noch besonders einzusetzen.

Besonders freute sich aber Schmid, dass es Bürgermeister Richard Greiner noch zum Ende der Veranstaltung gelungen war, vorbei zu schauen. Er wollte sich nicht die Möglichkeit entgehen lassen, doch noch dabei zu sein, erklärte dieser. Gerne überzeugte auch er sich von den fachkundigen Planungen und betonte ebenfalls die Bereitschaft der Stadt die Vorhaben des TSV Steppach gerne zu unterstützen. Erfreut zeigte er sich über den neuen Geist, die Harmonie und die gute Stimmung im Verein.

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