Region: Augsburger Land

Wohltend und wohltuend - der Männerchor Stadtbergen bei seinem Festkonzert zum 120 jährigen Jubiläum in der Kirche Maria Hilf in Stadtbergen

StaZ-Reporter Peter Scherer aus Stadtbergen
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Männerchor mit Dirigent Hans Mayer beim Auftritt

Nach zwei langen Jahren der Pandemie, die gerade für Chöre eine sehr große Belastungsprobe darstellten, präsentierte sich der Männerchor Stadtbergen zu seinem 120-jährigen Jubiläum frisch, konzentriert und selbstbewusst. Chorleiter Johann Mayer hatte seine 26 Herren in kurzer Zeit wieder zu einem homogenen Ensemble geformt, dem die probenlose Zeit scheinbar nichts anhaben konnte. Die Stimmen waren präsent, die Stimmgruppen gut austariert und der Gesamtklang gut intoniert, beweglich und ausgewogen. Bemerkenswert war, dass das Programm nicht das gängige Männerchorrepertoire enthielt, sondern neue Klänge bot.  Von der Renaissance über die Romantik hin zu modernen volksliedhaften Sätzen aus allen Teilen der Welt hörte das zahlreiche Publikum einen großen Querschnitt von Liedern in unterschiedlichsten Sprachen und Genres, weltliche und geistliche Titel. Besonders berührten dabei die eigens von Johann Mayer für Männerchor gesetzten Stücke des russisch/ukrainischen Komponisten Dimitry Bortniansky, die an den Frieden in der Welt appellierten. Im Kontrast dazu stand Hubert van Goiserns „Heast es net“ und ein Liebeslied der Maori, „Pokarekare Ana“, mit denen der Männerchor seine große Bandbreite und den Mut, auch nach 120 Jahren noch neue Wege zu gehen, zeigen konnte.

Zusätzlich bereichert wurde das Konzert durch Bernd Gollmitzers Interpretationen von Filmmusik und Stücken aus verschiedenen Musicals an der Orgel.

Am Ende des Konzertes gratulierte der erste Vorsitzende des Augsburger Sängerkreises H. Todt dem Männerchor zu seinem gelungenen und inspierierenden Konzert. Dabei verwies er auf den ersten Platz beim letzten Wertungssingen der Chöre aus Augsburg und dem Landkreis.

Die ernsthafte Stimme einer Chorleiterin berichtete beim Treffen auf dem Kirchplatz: Viele Männerchöre müssen ihre musikalische Arbeit einstellen, weil zu wenig Interesse bei jüngeren Generationen vorhanden ist. Der Männerchor in Stadtbergen beweist immer wieder, wie wertvoll und wohltuend der menschliche wie der musikalische Zusammenhalt auch für die Stadt Stadtbergen ist und man wünscht dem Ensemble viel Glück für die Zukunft.

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