Region: Augsburger Land

Höchste Ehrung für Heinz Münzenrieder

Als Anerkennung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement innerhalb der Arbeiterwohlfahrt erhält Dr. Heinz Münzenrieder (vorne links) die höchste Auszeichnung der AWO Bayern. Landesvizevorsitzende und Präsidiumsvorsitzende der AWO Schwaben, Brigitte Protschka, überreichte Urkunde und Nadel im kleinen Kreis der AWO-Schwaben-Verwaltungsräte (hintere Reihe von links) Paulus Gruber, Petra Fischer, Heiner Kopriwa und Peter Feile. 

Die höchste Auszeichnung der bayerischen Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Hans-Weinberger-Urkunde, erhält Heinz Münzenrieder aus Augsburg als Anerkennung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. Mehr als zehn Jahre prägte er den Verband als Landesvizevorsitzender. 35 Jahre lang stand er an der Spitze der AWO Schwaben, zunächst als Bezirksvorsitzender und nach Einführung des Präsidiumsmodells im Jahr 2007 als Vorsitzender des Präsidiums und Verwaltungsrats. Im Februar hatte er dieses Amt an Brigitte Protschka abgegeben und war zum Ehrenvorsitzenden der AWO Schwaben ernannt worden. Protschka, die zudem stellvertretende AWO-Landesvorsitzende ist, war es auch, die nun im kleinen Kreis der Verwaltungsräte eine persönliche Übergabe der Urkunde und Ehrennadel organisierte. Die offizielle Ehrung aller bayerischen Würdenträger wird im Rahmen der digitalen Landeskonferenz am 24. April vorgenommen.

Mit Weitblick die Zeichen der Zeit erkannt

"Dr. Heinz Münzenrieder hat stets mit großem Weitblick die Zeichen der Zeit erkannt. Immer wieder hat er die Weichen auf Modernisierung gestellt und die schwäbische AWO damit als Verband und Unternehmen zukunftsfähig gemacht. Im Mittelpunkt seines Wirkens standen dabei immer die Menschen, für die sich die AWO engagiert“, fasste Brigitte Protschka in ihrer Laudatio zusammen. Wie wenige andere habe er die Werte der AWO aktiv gelebt und mit Stolz auf die Geschichte des Wohlfahrtsverbandes geblickt. Über Jahre und Jahrzehnte habe sich Münzenrieder in den Dienst der AWO gestellt, seine Kompetenz, seine Entscheidungskraft, seine Integrationskraft und sein Humor haben die AWO geprägt. Es sei nicht übertrieben, ihn als die Seele des Verbandes zu bezeichnen.

Als seine großen Errungenschaften zählte sie die finanzielle Konsolidierung des Verbandes in seinen ersten Jahren, dann die Einführung des Präsidiumsmodells und die Gründung der AWO Service GmbH auf. Bis heute sei er ein gefragter Ratgeber und genieße großen Respekt. „Wir schätzen uns glücklich, ihn als Ehrenvorsitzenden weiterhin an Bord zu haben“, betonte sie und hob abschließend sein großes Engagement im Bereich der Erinnerungsarbeit hervor. In diesem Zusammenhang bedankte sich Verwaltungsrat Peter Feile als langjähriger Weggefährte Münzenrieders insbesondere für die Dokumentation des Lebens von Clemens Högg, dem Gründer der schwäbischen AWO. Die Leidenschaft des langjährigen Vorsitzenden für Geschichte und Heimatkunde sei ein Glücksfall für die AWO, die dank ihm über vielfältige Dokumentationen verfüge.

Münzenrieders AWO-Laufbahn begann vor 40 Jahren, als er in den Wohlfahrtsverband eintrat. Von 1982 bis 1986 war er Vorsitzender der AWO Augsburg-Stadt.1986 wurde er schwäbischer Bezirksvorsitzender. Daneben ist er seit 1989 Mitglied des AWO-Landesvorstandes. 1992 bis 2004 wurde ihm das Amt des stellvertretenden Landes-Chefs übertragen. Münzenrieder studierte an der Universität Augsburg Rechtswissenschaften und promovierte dort zum Thema „Die Kreisgebietsreform 1972 in Bayern unter besonderer Betrachtung der Eingemeindungen nach Augsburg.“ Anschließend wechselte in den höheren Verwaltungsdienst bei der Stadt Augsburg und war dort u. a. als berufsmäßiger Stadtrat und Stadtdirektor (Leiter des OB-Büros) tätig. Seine damalige Promotionsschrift hat die AWO Schwaben neu binden lassen und ihm jetzt zum besonderen Geschenk gemacht.

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