Region: Augsburger Land

30 Jahre Einsatz für den ländlichen Raum: Schule für Dorfentwicklung in Thierhaupten feiert Jubiläum

Geschäftsführerin Gerlinde Augustin überreicht Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die „Wegweisende Kirschkuh", das Maskottchen der SDL.

Die Schule Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten (SDL) hat vor kurzem ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Zu Besuch im Innenhof des ehemaligen Benediktinerklosters, in dem nun seit 30 Jahren verschiedene Akteure bei der Entwicklung des ländlichen Raums unterstützt werden, war unter anderem Bezirkstagspräsident Martin Sailer und die bayerische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber.

Dieser erinnerte in seiner Rede an Gründungsvater Holger Magel, der mit den Schulen ein Instrument geschaffen habe, um Bürger zu befähigen, den eigenen Lebensraum mitzugestalten. Seit der Eröffnung der SDL in Thierhaupten im Landkreis Augsburg wurden laut Sailer über 45 000 Personen in mehr als 200 Veranstaltungen informiert und bei der Ortsentwicklung unterstützt. "Jährlich begrüßt die SDL Thierhaupten mehr als 250 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister", so Sailer. "Die Zahlen sprechen für sich."

"Das Ziel der Schulen der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten ist es, Menschen zu erreichen, zu befähigen und zusammenzubringen", sagte Michaela Kaniber. Mit "Engagement und Leidenschaft für die Themen und für die Menschen des ländlichen Raumes" sei dies im Landkreis Augsburg sehr gut gelungen. Angesichts zahlreicher Herausforderungen wie des Klimawandels, der Energiekrise und der Transformation der Wirtschaft sei es aktuell wichtig, Veränderungsprozesse schnellstmöglich zu gestalten. Dabei gehe es jedoch immer auch darum, die Menschen zu erreichen. "Bürgerinnen und Bürger wollen emotional mitgenommen werden", so Kaniber.

Das Einbeziehen der Menschen lobte auch Martin Birner, Vorsitzender des bayerischen Gemeindetages Oberpfalz, die SDL Thierhaupten: "Sie sind die einzige Verwaltung, die die Menschen vor Ort in die Projekte einbezieht, dies führt zu einer großen Akzeptanz."

Christian Kreye skizzierte als stellvertretender Vorsitzender und Fachbeirat der SDL Gedanken zur künftigen Weiterentwicklung. Die Kommunen bräuchten oft schnelle Einzellösungen, die eingebettet sein sollen in langfristige Strategien. Es gelte, Netzwerke auszubauen und verschiedene Fachdisziplinen stärker einzubinden. Um den tiefgreifenden Wandel auf dem Land zu gestalten, sollen neue Methoden entwickelt und Formate angepasst werden. "Wir wollen Menschen auch für politisches Engagement gewinnen", hofft Kreye. (pm)

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