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Corona: Bayerns Kinos öffnen am 1. Juli ihre Pforten - Wünsche an die Politik: Dr. Mehring sucht Dialog mit HDF-Kinobotschafter Alexander Rusch

LeserReporter Team Fabi aus Meitingen

Die einen warten sehnsüchtig auf den neuen „James Bond“, der HDF Kino e. V. um Alexander Rusch (links), dagegen auf eine schnelle Anpassung bei Sitzabständen und Verzehrverbot der bayerischen Landesregierung, dessen Mitglied Dr. Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion ist.

Es war bereits der zweite Besuch des Parlamentarischen Geschäftsführers der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion, Dr. Fabian Mehring, im Meitinger CINEPLEX-Kino. Dort empfing ihn Geschäftsführer Alexander Rusch, diesmal jedoch nicht einzig als Geschäftsführer des Meitinger Filmtheaters, sondern auch in seiner neuen Funktion. Er ist, neben Veronika Fläxl aus Vilsbiburg, Botschafter des HDF KINO e. V., des Hauptverbands Deutscher Filmtheater in Bayern. Damit spricht der Unternehmer aus dem Landkreis Aichach-Friedberg nun landesweit für denjenigen Dachverband, dem ca. 80 Prozent aller Kinos in Deutschland angehören. Umso mehr nutzte Rusch die Gelegenheit, die Wünsche der Branche im Hinblick auf die nahende Wiedereröffnung der bayerischen Kinos bei FW-Spitzenpolitiker Mehring zu platzieren. Öffnen will das Gros der Lichtspielhäuser im Freistaat, wie Rusch druckfrisch berichten konnte, gemeinsam am 1. Juli.

Rusch: Es gibt noch Nachbesserungsbedarf bei den Corona-Regeln 

Bis dahin wünscht sich Rusch unter Verweis auf die sinkenden Coronazahlen noch einige Nachbesserungen von der Bayerischen Staatsregierung, damit er und seine Kollegen wirtschaftlich arbeiten können. Während nämlich in einigen Modellstädten -wie beispielsweise Lübeck (CineStar) oder Münster (Cinema und Kurbelkiste) - der Abstand zwischen den Besuchern auf einen Platz reduziert wird, ist dies in Bayern aktuell noch nicht der Fall. Im Freistaat gilt weiterhin ein Mindestabstand von 1,50 Meter. „Das klingt erstmal nicht viel, stellt uns aber vor das Problem, dass wir nicht nur zur Seite mindestens zwei Sitzplätze freilassen müssen, sondern auch noch vor und hinter einer Reihe nicht besetzen können“, argumentiert Rusch und plädiert für eine Reduzierung auf einen Platz. Im Gegenzug schlägt der Kinobetreiber vor, Sitze im Schachbrettmuster zu belegen. Das noch immer bestehende Verzehrverbot hält er freilich ebenfalls für problematisch. „Popcorn und ein Getränk gehören zu einem Kinobesuch einfach dazu. Außerdem ist für die Kinos ein wirtschaftliches Arbeiten überhaupt nur erst durch diese zusätzlichen F&B-Umsätze (Verzehr) möglich“, sagt Rusch. Zudem bestehe ja trotzdem immer noch das Hygienekonzept mit ausreichend Lüftung, sodass der Mund- und Nasenschutz zum Essen und Trinken in seinen Augen kurzzeitig abgenommen werden kann.

Mehring wirbt für pragmatische Handhabe und schnelle Lösungen

Bei Mehring lief Rusch mit diesen Bitten sprichwörtlich offene Türen ein. „Ich kann die Argumente vollumfänglich nachvollziehen. Statt mit noch schärferen Maßnahmen über die geltenden Bundesregeln hinauszugehen, sollten wir zügig aus den erfolgreichen Modellprojekten in anderen Bundesländern lernen und Sicherheit und Normalität bestmöglich unter einen Hut bringen. Wie viele andere Branchen haben Bayerns Kinos katastrophale Zeiten hinter sich. Jetzt liegt es an der Politik, den Betreibern endlich wieder Perspektiven aufzuzeigen“, so Mehring. Vor diesem Hintergrund sagte der Parlamentarische Geschäftsführer, der seine Regierungsfraktion auch in der Corona Task-Force des Landtags vertritt, zu, innerhalb der Bayernkoalition für eine Lockerung der Regelungen für die Kinos bis zum Neustart am 1. Juli zu werben. „Wenigstens bei Inzidenzen unter 50, die wir in unserer Heimat nunmehr flächendeckend erreicht haben, muss die Besetzung der Kinosäle im Schachbrettmuster mit Verzehr ermöglicht werden. Nach zahllosen entbehrungsreichen Monaten muss die Politik den Menschen jetzt auch zeigen, dass sich ihre Disziplin gelohnt hat und Freiheit und Normalität zurückkehren“, so der Landespolitiker.

 

An guten Filmen mangelt es, entgegen der landläufigen Meinung, laut Rusch übrigens nicht – im Gegenteil: So stehen bereits mit ‚Peter Hase 2 - Ein Hase macht sich vom Acker‘ und ‚Die Croods 2 – Alles auf Anfang‘ zwei Nachfolger bekannter Familienfilm-Kassenschlagern in den Startlöchern. Weitere sind ‚Tom & Jerry‘, ‚Fast & Furious 9‘ oder der nächste der beliebten bayerischen Eberhofer-Krimis. Schließlich gibt es im Herbst den neuen Bond. So viele gute Filme binnen kürzester Zeit gab es bislang selten. Jetzt müssen schnellstens die Rahmenbedingungen angepasst werden, um vielen Kinobesuchern wieder ein tolles Erlebnis bieten zu können“, so Rusch abschließend.

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