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Auch Bundesgerichtshof ist sich sicher: Bauer aus Birkhausen hat seine Frau mit Gülle erstickt

Im sogenannten "Güllemord"-Verfahren hat der Bundesgerichtshof nun die Revision zurückgewiesen.

Wegen Totschlags ist ein mittlerweile 57-Jähriger im vergangenen Jahr zu einer Haftstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden. Nach dem sogenannten "Güllemord-Prozess" war die 8. Strafkammer des Augsburger Landgerichts überzeugt, dass der Angeklagte seine Ehefrau im Jahr 2018 mit Gülle erstickt hatte. Die Verteidiger hatten bis zuletzt von einem Unfall gesprochen und gegen das Urteil Revision eingelegt. Diese hat der Bundesgerichtshof nun aber verworfen, wie das Landgericht mitteilt. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Das Gericht unter dem Vorsitz von Richterin Susanne Riedel-Mitterwieser sah es im Mai 2020 nach zahlreichen Verhandlungstagen als erwiesen an, dass der Angeklagte seine damals 51-jährige Ehefrau umgebracht hatte. Am Vormittag des 20. September soll ihr auf dem gemeinsamen landwirtschaftlichen Anwesen im Wallersteiner Ortsteil Birkhausen zunächst mit einem Werkzeug mindestens zweimal gegen den Kopf geschlagen haben. Dann habe er die bewusstlose, aber noch lebende 51-Jährige im Gesichtsbereich mit Gülle übergossen, sodass diese daran letztlich erstickte beziehungsweise ertrank.

Die Verteidigung hatte dagegen eine andere Vorstellung vom Geschehen an diesem Vormittag. Sie versuchte im Prozess zu beweisen, dass die Frau in die Gülle gefallen war und sich nach dem Unfall noch selbst aus der Güllegrube befreit hatte – ohne Erfolg.

Denn auch der Bundesgerichtshof hatte nun keine Zweifel daran, dass das Landgericht den 57-Jährigen rechtsmäßig wegen Totschlags verurteilt hat. Die vom Angeklagten eingelegte Revision wurde verworfen, das Urteil ist damit rechtskräftig. Lediglich die seitens des Landgerichts Augsburg ebenfalls angeordnete Einziehung des Erbteils des Angeklagten sei vom Bundesgerichtshof aus Rechtsgründen aufgehoben worden, so das Landgericht Augsburg. (pm/lat)

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