Region: Augsburger Land

Ein Minihaus aus Stahl und Holz

LeserReporter Sabine Roth
Das erste PixelHome steht in Wehringen bei Metallbau Schäfer in der Keltenstraße 11.

Steigende Immobilienpreise und die Rückbesinnung auf das Wesentliche sind der Grund dafür, dass sich die Bauexperten Manuel Kirchner und Thomas Schäfer mit ihrem PixelHome den Traum eines stapelbaren, nachhaltigen und bezahlbaren Hauses verwirklicht haben. Beteiligt sind daran nur Firmen aus der Region. In Zeiten von Corona sind diese Häuser, in denen man autark leben kann, sehr gefragt. Das erste Musterhaus steht seit kurzem in Wehringen auf dem Gelände von Metallbau Schäfer in der Keltenstraße 11.

Schon von weitem ist das Musterhaus „PixelHome Double“ auf dem Gelände von Metallbau Schäfer in Wehringen ein Blickfang und lädt förmlich ein, es sich einmal anzusehen. Es hat 6 x 6 Meter und rund 36 Quadratmeter Wohnfläche. „Bis es soweit war, haben wir uns viele Nächte um die Ohren geschlagen. Aber als wir den Autokran aufgestellt hatten und das Haus dann Ende Oktober vor meiner Halle stand, war alles vergessen“, erinnert sich Bauleiter Thomas Schäfer. Am liebsten würde er gleich selbst in dieses charmante Haus einziehen. „PixelHome ist eine neue Art des Wohnens oder des Arbeitens, es ist anpassbar an nahezu jede Lebensphase, es ist bezahlbar, es ist durchdacht, es ist nachhaltig, es ist da wo du bist“, sagt Ideengeber Manuel Kirchner, der einen Wohnraum für Jeden in jeder Lebenslage an jedem Ort schaffen wollte.

Die Idee für dieses „stapelbare, nachhaltige und bezahlbare Haus aus Stahl“ hatte Kirchner schon vor einigen Jahren. Er suchte aber noch nach einem professionellen Partner an seiner Seite, der die Metallkonstruktion der Hybridbauweise verwirklichen kann. Auf den Immobilientagen in Augsburg hat Manuel Kirchner dann Thomas Schäfer vom gleichnamigen Metallbauunternehmen in Wehringen erzählt. Beide waren von Anfang an überzeugt. Seitdem entwickeln beide gemeinsam das PixelHome.

Die neue Art des Wohnens in einer guten Qualität

Ein solches Minihaus verbindet die Vorteile der Materialien Stahl und Holz. Eine gute Qualität war den Entwicklern sehr wichtig. Dazu suchten sie sich verlässliche Handwerksfirmen aus der Region, denen sie schon lange vertrauen. So wurden hochwertige Fenster mit Innenbeschattung verbaut. In der Decke ist eine Carbon-Heizung integriert. Wie bei einem Smart Home kann alles mit dem Handy gesteuert werden. Die einzigartige Hybridbauweise mit einer Metallbaukonstruktion sorgt für eine lange Lebensdauer. Die Minihäuser sind mit Schraubelementen im Boden verankert und können sowohl dauerhaft auf einem Baugrundstück stehen als auch flexibel versetzt werden. Ebenso können sie bis zu 3-geschossig übereinander gestapelt werden und man hat schnell den doppelten Wohnraum zur Verfügung. Innerhalb von nur drei bis vier Monaten ist ein Haus beim Kunden schlüsselfertig aufgebaut. Dafür sorgt Bauleiter Thomas Schäfer, der auch für die Qualitätssicherung während der Produktion und der Auslieferung verantwortlich ist und die einzelnen Gewerke koordiniert. „Man muss wie für jedes andere Haus eine Baugenehmigung einholen und ein geeignetes Grundstück finden“, sagt Schäfer.

Minimalistisch Wohnen

Minimalistisches Wohnen heißt das Zauberwort. Tiny House kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet „winziges Haus“. Wohnen kann man hier auf alle Fälle kostengünstiger als in einem normalen Haus. Auch die Nebenkosten sind geringer. Wer dazu noch ein schönes Grundstück in der Natur und in einer ruhigen Umgebung findet, wird sich darin sehr wohlfühlen. Egal, ob als Ferienhäuschen, als Büro oder fest zum Wohnen. „Flexibilität und Unabhängigkeit in Verbindung mit finanzieller Freiheit sowie der unverzichtbare Beitrag zur Ökologie und Nachhaltigkeit in der heutigen Zeit stehen an erster Stelle“, so Kirchner, der auch das Familienunternehmen Kirchner Massivhaus in zweiter Generation führt. Er ist für die Beratung und den Vertrieb sowie die Entwicklung zuständig: „Mir ist es wichtig, qualitativ hochwertig zu bauen, so als ob ich selbst darin wohnen wollen würde.“

Metall-Innung Augsburg unterstützt PixelHome

Eine genossenschaftliche Bank aus dem Raum Augsburg finanziert die PixelHomes für Kunden deutschlandweit. Thomas Schäfer hofft inständig, dass sie ihr PixelHome im Sommer in Karlsruhe auf der größten deutschen Messe für Minihäuser zeigen können. Große Unterstützung hat ihnen auch die Metall-Innung Augsburg zugesagt. „Wir freuen uns, dass unser Innungsmitglied, das Metallunternehmen Schäfer Stahlbau Bauschlosserei, diese innovative Art des Wohnens mit seiner langjährigen Kompetenz möglich macht. Thomas Schäfer gehört zu den besten Handwerksbetrieben in unserer Region“, so Robert Höck, Obermeister der Metall-Innung Augsburg.

Kirchner und Schäfer sind zufrieden. Sie haben schon viele Anfragen bekommen, wie zum Beispiel von einer Wasserwacht, Kommunen, aber auch von einigen Privatleuten. Das erste PixelHome wird gerade im Kundenauftrag gebaut. Für ein solches Haus sollte man etwa im Durchschnitt mit 90.000 Euro an Kosten rechnen. Für künftige Häuser wird es auch einen integrierten Staubsauger geben und es wird gerade an einer Lösung mit einer Wärmepumpe getüftelt, verspricht Schäfer. Nach der Zulassung soll es zudem ein PixelHome-Niedrigenergiehaus mit KFW-Förderung geben. Auch ein PixelHome Spa und ein PixelHome Sunroom (deutsch: Wintergarten) sind derzeit in der Entwicklung.

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