Region: Donauwörth|Nördlingen

Angebohrte Straßenlaterne führt zu Stromschlag

Eine "äußerst unglückliche Kausalkette" führte in Wemding dazu, dass zwei Dachdecker einen Stromschlag erhielten. Eine angebohrte Straßenlaterne sowie eine wieder eingelegte Sicherung führte dazu, dass ein Baugerüst unter Strom stand.

Als zwei Mitarbeiter einer Dachdeckerfirma am Mittwochnachmittag, um 16:15 Uhr, vom Dach eines freistehenden Einfamilienhauses im Rennerring auf das nebenan angebrachte Baugerüst stiegen, erlebten sie laut Polizei eine äußerst unschöne Überraschung, denn sie wurden unter Strom gesetzt.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung

Wie die Polizei berichtet, erlitten die 59 und 20 Jahre alten Männer durch den Stromschlag jeweils leichte Verletzungen und wurden anschließend in der Donau-Ries-Klinik medizinisch betreut. Sie konnten das Krankenhaus allerdings bald wieder verlassen. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Donauwörth nahm vor Ort ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung auf.

"Äußerst unglückliche Kausalkette"

Eine Fehlersuche ergab in diesem Zusammenhang gemäß ersten Erkenntnissen der Beamten, dass ein Spengler vor zwei Tagen die Zuleitung einer direkt nebenan befindlichen Straßenlaterne angebohrt und somit einen Leitungskontakt zur Kupferdachrinne des Hauses hergestellt hätte. Die elektrische Sicherung der Straßenlaterne löste daraufhin aus, als die Lampe später automatisch aktiviert wurde. Daraufhin wurde der mittels Störungsmeldung über den "defekten" Lichtmasten informierte Versorger damit beauftragt, den ordnungsgemäßen Zustand wiederherzustellen und für Licht zu sorgen. Als dessen Mitarbeiter die Sicherung nun am Mittwoch wieder einlegte, setzte er damit unbeabsichtigter Weise über einen Kreislauf die metallene Dachrinne unter Strom, welche durch die beiden Arbeiter wenig später zeitgleich berührt wurde. Dadurch schloss sich der Stromkreis und die Dachdecker wurden elektrisiert.

Weitere Ermittlungen folgen

Die Straßenlaterne wurde nun vorerst komplett vom Netz genommen. Weitere Ermittlungen, auch zu eventuellen strafrechtlichen Konsequenzen dieser "äußerst unglücklichen Kausalkette" erfolgen aktuell durch Beamte der Polizeiinspektion Donauwörth. (pm)

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