Region: Dillingen|Wertingen

Christina Kratzer beeindruckt bei Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion

StaZ-Reporter Werner Friedel aus Wertingen
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Seite an Seite laufend mit Spitzenläuferinnen wie Katharina Trost und Hanna Klein, die in Kürze bei Welt- und Europameisterschaften dabei sein werden, zeigte Christina Kratzer im Berliner Olympiastadion eine bemerkenswerte Vorstellung.

Das Berliner Olympiastadion war am Wochenende Austragungsort der 122. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften. Mit einer starken Vorstellung beeindruckte hier Christina Kratzer, Mittel- und Langstreckenläuferin der LG Zusam, die sich erstmals für diese Meisterschaften qualifizieren konnte. Im zweiten Halbfinale der Frauen über 1500 Meter lief die 32-jährige Meitingerin nach einem spannendem Rennen in ausgezeichneten 4:28,90 Minuten als Sechste über die Ziellinie und verpassete den Finaleinzug nur hauchdünn. In der Endabrechung beider Läufe bedeutete diese Leistung einen ehrenwerten fünfzehnten Platz im Meisterschaftsklassement.

Noch bedeutungsvoller wird die Leistung von Christina Kratzer wenn man analysiert, dass bei diesen Titelkämpfen mehrere Sportwelten aufeinander prallten. Auf der einen Seite standen Profiläuferinnen, die von Trainingslager zu Trainingslager eilen und es bis zur europäischen, teils sogar Weltklasse bringen. Studierende Läuferinnen mit viel freier Zeiteinteilung und professionellen Trainingsbedingungen stellen eine weitere starke Gruppierung dar. “Exoten” wie jetzt Christina Kratzer oder Tobias Gröbl es jahrelang war, die einem geregelten Arbeitsleben mit vierzig Stunden Woche oder mehr nachgehen, sind eigentlich auf dieser Meisterschaftsebene gar nicht vorgesehen.

 

Parallel zu den bundesdeutschen Titelkämpfen in Berlin gingen in Aichach die Schwäbischen Meisterschaften der Aktiven und U14 über die Bühne. Auch hier erzielten einige Athleten der LG Zusam Leistungen, die sich sehen lassen können. Mit einem zweiten Platz in flotten 48,01 Sekunden setzte sich das 4 x 100 Meter Sprintquartett der Männer in der Besetzung Eduardo Medrano, Tobias Anton, Tobias Steige und Fabian Munz bestens in Szene. Noch mehr überrascht war der 44-jährige Thomas Eser nach seinem Titelgewinn über 1500 Meter bei den Männern in 4:36,16 Minuten. Damit erfüllte er nebenbei die Qualifikationsnorm für die Deutschen Seniorenmeisterschaften Mitte September in Erding. Die Norm für Erding erfüllte zudem Tobias Anton als Fünfter im Weitsprung mit 5,77 Meter. Im Nachwuchsbereich erreichte Leo Eser über 800 Meter der Jugend M12 in 2:47,83 Minuten den dritten Platz.

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