Region: Augsburger Land

Jahreshauptversammlung: Dr. Mehring sprach über KITAs und Katar

StaZ-Reporter Team Fabi aus Meitingen
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(v.l.n.re.): Bürgermeister Steffen Richter, FW-Vorsitzender und Gemeinderat Thomas Weishaupt, Landtagsabgeordneter Dr. Fabian Mehring, Gemeinderätin Martina Dill, Altbürgermeisterin Henriette Kirst-Kopp, Gemeinderat Robert Meierhold und Gemeinderätin Angela Pusch.

FREIE WÄHLER in Westendorf wollen nach Corona wieder durchstarten

Zu einer besonderen Jahreshauptversammlung hat Ortsvorsitzenden Thomas Weishaupt die Mitglieder der Freien Wähler in Westendorf eingeladen. Dazu kam Landtagsabgeordneter Dr. Fabian Mehring in den Gasthof zur Krone, um mit den Mitgliedern der Ortsgruppe über aktuelle politische Herausforderungen zu diskutieren. Neben den örtlichen Gemeinderäten nahmen an der Veranstaltung auch Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter und Altbürgermeisterin Henriette Kirst-Kopp teil.

In seinem Rechenschaftsbericht freute Weishaupt sich drüber, den 62 Mitglieder starken Ortsverband ohne Mitgliedereinbußen durch die Zeit der Pandemie gebracht zu haben, in der kaum persönliche Treffen und politische Veranstaltungen möglich gewesen sind. In seinem Bericht aus dem Gemeinderat skizzierte der Vorsitzende die Bemühungen des Gremiums um den Abschluss letzter Projekte aus dem Dorferneuerungsprozess, eine bestmögliche Kinderbetreuung, die Situation an der Westendorfer Grundschule und den Hochwasserschutz in der Schmuttergemeinde.

Auf den Hochwasserschutz kam in seinem Grußwort auch Bürgermeister Richter zu sprechen, der sich beim Abgeordneten Dr. Mehring für seinen Einsatz zur Beschleunigung der Umsetzung dieser Maßnahme bedankte, die im letzten Sommer – 16 Jahre nach dem verheerenden Hochwasser in der Kommune – endlich eingeweiht werden konnte. Ausschlaggebend dafür sei laut Richter nicht zuletzt ein von Mehring initiiertes Gespräch mit Bayerns Umweltminister Glauber gewesen, das den Weg für die notwendigen Landesmittel frei gemacht habe.

Mehring selbst spannte in seiner Rede einen weiten Bogen von der Energiekrise über die Kinderbetreuung bis zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. „Das eine in Teilen von Korruption durchsetzte FIFA dieses Weltmedienereignisses in ein Land vergeben hat, das Menschen- und Frauenrechte mit Füßen tritt, war natürlich ein historischer Fehler“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtags-FW. Zeitgleich warnte Mehring aber auch vor „westlicher Arroganz und Heuchelei“. Mehring: „Als halb Europa vor drei Monaten in der Golfregion auf Knien um Gas gebettelt hat, war der Aufschrei nicht halb so laut wie heute, wenn dort jemand Fußball spielt“, hinterfragte Mehring.

Bei der anschließenden Diskussion mit den Mitgliedern und Kommunalpolitikern warb der Landtagsabgeordnete für eine beschleunigte Energiewende und erläuterte, weshalb die Bayernkoalition dabei insbesondere auf Wasserstoff als Speicher- und Transportmedium setzt: „Energiepolitik ist jetzt auch Friedenspolitik“, sagte Mehring und zeigte das ökonomische Potenzial anhand des erfolgreichen Milliardendeals von Quantron aus Gersthofen in den USA auf. Erfreut zeigte sich Mehring über die Durchsetzung einer höheren Besoldung von Grund- und Mittelschullehrern nach der Besoldungsstufe A13, die nach anfänglichen Widerständen aus der CSU nun beschlossene Sache sei. Mit seiner Bitte um eine Entbürokratisierung der Förderkulissen für Kommunen lief Rathauschef Richter bei Mehring die sprichwörtlich offenen Türen ein. Am Ende der Veranstaltung versicherte Ortschef Weishaupt Mehring die ungeteilte Unterstützung der Westendorfer Freien Wähler bei den Landtagswahlen im nächsten Jahr.

 

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