Region: Dillingen|Wertingen

Familie verliert durch Feuer ihr Haus in Schabringen: Hilfe und Solidarität machen Mut

Freier Mitarbeiter Marc Hettich
Dankbar für die breite Unterstützung: Celin, Luca, Sabine und Tamara.

Eine Familie aus Schabringen, die ihr Haus bei einem Brand im November verloren hat, zeigt sich äußerst dankbar gegenüber den Einsatzkräften und für die Solidarität aus der Umgebung.

„Die Feuerwehrleute haben ihn gerettet“, freut sich Sabine. Die Rede ist vom geliebten Stoffelefanten ihres Sohnes, den die Einsatzkräfte beim Brand ihres Hauses in Schabringen gerettet haben. „Menschen wurden zum Glück nicht verletzt“, sagt die dreifache Mutter. Neben dem Stoffelefanten konnte die Feuerwehr auch noch viele Fotos vor den Flammen retten. Das Haus selbst ist nicht mehr bewohnbar. „Was nicht dem Feuer zum Opfer fiel, wurde durch das Löschwasser komplett zerstört“, erklärt die älteste Tochter Tamara. Fünf Hühner und zwei Hasen haben den Brand nicht überlebt, eine Katze wird bis heute vermisst.

„Mama, es knistert komisch und riecht nach Rauch.“ Mit diesen Worten weckte ihr Sohn Luca Sabine nachts um halb drei. Nachdem die zweite im Haus lebende Tochter geweckt war, retteten sich die Drei ins Freie. Draußen angekommen, konnten sie beobachten, wie das Feuer die Fensterscheiben aus der Fassung springen ließ. „Da kann man nur erahnen, wieviel Hitze im Raum war“, kommentiert Tamara.

Notruf um 2.48 Uhr

„Um 2.48 Uhr ging der Notruf raus“, weiß die Mutter genau. Daran kann sich auch Tobias Scheitenberger erinnern. „Nach etwa anderthalb Stunden hatten wir den Brand unter Kontrolle“, berichtet der Kommandant der Schabringer Feuerwehr, der den Einsatz zusammen mit Kreisbrandmeister Jürgen Schön koordinierte. Mehr als 80 Einsatzkräften arbeiteten diszipliniert zusammen. Neben den Feuerwehren aus Schabringen, Mödingen, Bergheim, Wittislingen, Donaualtheim und Dillingen sowie der Kreisbrandinspektion Dillingen halfen mit mehreren Einheiten und Fahrzeugen der Rettungsdienst, die SEG-Betreuung und die Notfallseelsorge mit. „Wir waren mit Atemschutzgeräten und einer Drehleiter im Einsatz“, erläutert der Kommandant. „Die Wasserversorgung konnten wir über drei Leitungen in die Egau und einen Hydranten sicherstellen.“ Sehr wichtig sei gewesen, das Feuer zu begrenzen und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Erst um halb Acht am Folgetag gilt das Feuer offiziell als gelöscht. Um keinerlei Risiko einzugehen, seien einige Feuerwehrleute noch bis 13 Uhr zum Nachlöschen geblieben.

Tochter in der Freiwilligen Feuerwehr Schabringen aktiv

„Es ist schon besonders tragisch, wenn ein Mitglied unserer Wehr von einem Brand betroffen ist“, meint Tobias Scheitenberger. Die jüngere Tochter Celin ist ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Schabringen aktiv. Ein Team der Notfallseelsorge betreute die Familie. „Auch unser Pfarrer, Herr Lehmer, war vor Ort“, erinnert sich Mutter Sabine. Das Bayerische Rote Kreuz versorgte die Helfer mit Suppe und Tee. „Die Zusammenarbeit aller Kräfte hat sehr gut funktioniert“, lobt Kommandant Scheitenberger.

Überwältigt und vor allem Dankbar vom unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten zeigt sich auch die Familie: „Das hat uns sehr berührt.“ Auch im Nachgang gab es breite Unterstützung: „Uns haben Leute aufgemuntert, die wir gar nicht kennen“, stellt Tamara fest. „Jede Sachspende, jede Geldspende freut uns ungemein“, sprudelt es aus ihr hervor. „Es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist.“

„Wir wollen einfach ein riesengroßes Dankeschön ausdrücken.“

Sabine, Celin und Luca sind beim Lebensgefährten der Mutter untergekommen. Tochter Tamara lebt schon länger in Stuttgart, ist derzeit aber natürlich in Schabringen. „Unsere E-Mail-Postfächer explodieren gerade“, erklärt sie. „Wir wollen einfach ein riesengroßes Dankeschön ausdrücken.“ Das Gefühl, nicht alleine zu sein, mache der Familie Mut. Dafür kann eine kleine Spende, ein freundliches Wort zur rechten Zeit und manchmal eben auch ein gerettetes Stofftier genügen. (het/red)

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