Demonstration gegen Meringer Industriegebiet und Flächenfraß

LeserReporter Wolfhard von Thienen aus Mering
Samstag, 2. Dezember 2017 - 10:00 - 12:00

Grüne, ÖDP und Bund Naturschutz demonstrieren gegen Industriegebiet und Flächenfraß
Mering plant ein Industriegebiet für ein Logistikunternehmen mit drei großen Hallen und 10 Hektar Größe im Lechfeld, westlich vom Bahnhof Mering/St. Afra. Eine Erweiterungsoption Richtung Westen ist ebenfalls geplant. Zusammen mit der Osttangente und der bereits existierenden Tiermehlfabrik Sonac wird dann das Lechfeld westlich von Mering zu einem Industriekomplex.

Lechfeld wird zum Industriegebiet

Damit werden nach Ansicht vieler Bürgerinnen und Bürger die Befürchtungen immer realer, dass das Lechfeld zugebaut wird. Mering braucht, nach ihrer Ansicht, kein Industriegebiet für einen großen Logistiker mit unsicheren Gewerbeeinnahmen, sondern klein- und mittelständische Betriebe aus den Bereichen Handwerk und Informationstechnologie. Durch die Ansiedlung eines großen Logistikers werden nicht nur weitere Flächen versiegelt sondern der Verkehr wird durch zusätzliche Lkw-Transporte zunehmen. Da das Gebiet explizit als Industriegebiet ausgewiesen wurde, können sich hier auch weitere Betriebe mit hohen Emissionsbelastungen ansiedeln. Landschaftsbild und ortsrandnahe Spazier- und Naherholungsmöglichkeiten werden verschwinden. Das gesamte Vorhaben steht im Widerspruch zu den kürzlich vorgestellten städtebaulischen Entwicklungskonzept der Gemeinde. In diesem wurde festgelegt, dass sich Mering, als idealer Standort zwischen München und Augsburg, um die Ansiedlung einer Gründerszene mit Start UPs bemühen wird und den Zugang zu den Naherholungsgebieten erhalten und ausbauen wird. Ein großes Logistikunternehmen, mit Billigarbeitsplätzen erfüllt diese Anforderungen nach Ansicht der Kritiker nicht. Weiterhin, so die Kritiker, gibt es bis dato keinerlei verlässliche Angaben zu den zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen, im Gegenzug musste die Gemeinde aber bisher siebenstellige Beträge investieren.

Bedrohte Arten werden verschwinden

Viele Naturschützer haben große Bedenken, da das Gebiet das größte Vorkommen  bedrohter Feldbrüter wie Kiebitz, Lerche und Rebhuhn im südlichen Landkreis ist. Die von der Gemeinde angebotenen Maßnahmen zum Schutz dieser Vögel sind nach ihrer Ansicht völlig unzureichend.

Demonstration am Samstag, 2. Dezember

Bündnis 90/Die Grünen, ÖDP und Bund Naturschutz veranstalten, mit Unterstützung des Aktionsbündnisses gegen die Osttangente (AKO) aus diesem Anlass eine Demonstration gegen das Meringer Industriegebiet und den Flächenfraß in Bayern. Es wird auch die Möglichkeit geben, das Volksbegehren gegen den Flächenfraß zu unterzeichnen.

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