Geocaching - zwischen Naturerlebnis und Naturgefährdung - LBV lädt zum Vortrag ein

StaZ-Reporter Dagmar Blacha
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Mittwoch, 2. November 2016 - 19:30

Geocaching, eine moderne Variante der Schnitzeljagd, erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Dabei werden so genannte „Caches“, eine Art Schatz, an beliebigen frei zugängigen Stellen versteckt und Hinweise dazu auf einer Plattform im Internet hinterlegt. Über Hinweise werden die Sucher dann zum Schatz geleitet, was je nach Versteck sehr einfach, aber auch sehr anspruchsvoll sein kann.
Die Suche selbst erfordert ein GPS-Gerät, bei Erfolg kann der Schatzsucher seinen Erfolg direkt vor Ort vermerken und eine Kleinigkeit aus dem Schatz mitnehmen, sofern er eine andere hinzufügt.
Naturschützer sehen dieses moderne Hobby mit lachendem und weinendem Auge: Einerseits lockt es viele Menschen wieder hinaus in die Natur, auch und gerade in abgelegenere Gebiete und ermöglicht so manchem (Stadt)bürger ungeahnte Naturerfahrung. Doch genau darin besteht natürlich auch eine Gefahr für seltene Pflanzen und Tiere: Auf deren Störungsempfindlichkeit wird selten Rücksicht genommen, ja meist werden Naturschutzbelange von den Geocachern kaum beachtet.
Christiane Geidel wird in ihrem Vortrag „Geocaching - Harmloser Natursport oder ernsthafte Bedrohung für felsbrütende Vogelarten?" auf das Konfliktpotenzial zwischen Naturschutz und Natursport am Beispiel felsbrütender Vogelarten eingehen. Als Uhu-Expertin beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. wird sie auch Lösungsvorschläge unterbreiten, damit Natur und Schatzsuche friedlich koexistieren können.
Der kostenfreie Vortrag findet im Rahmen des Monatstreffens der LBV-Kreisgruppe am Mittwoch, den 02.11.2016 ab 19:30 Uhr im Obergeschoß der Pizzeria "Mamma Mia" in Haunstetten statt.

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