Immer wieder Ungarn (Lesung)

Als StaZ-Reporter berichten Vereine, Organisationen und Privatpersonen. Jeder kann mitmachen.
Dienstag, 4. Juli 2017 - 19:00

Immer wieder Ungarn
Antisemitismus und Nationalismus in der ungarischen politischen Kultur

Karl Pfeifer veröffentlichte 2013 seine Autobiografie "Einmal Palästina und zurück". In ihr schilderte er die Jahre von seiner Geburt 1928 in Baden bei Wien bis zu seiner Rückkehr nach Österreich 1951. In seinem neuen Buch "Immer wieder Ungarn" berichtet er über die wechselhaften Beziehungen zu Ungarn, dem Heimatland seiner Eltern, beschreibt aber auch den totalen Mangel an „Willkommenskultur“ für jüdische Rückkehrer in Österreich.
1979 traf er zufällig einige Mitglieder der demokratischen Opposition in Ungarn und konnte seine Artikel über Ungarn in der sozialdemokratischen Arbeiterzeitung (AZ) unter dem Pseudonym Peter Koroly veröffentlichen. Doch sehr bald wusste das ungarische Innenministerium, wer sich hinter diesem Namen verbarg. Von 1980 bis 1987 folgten vier Ausweisungen. Nur durch den Einsatz österreichischer Diplomaten konnte er immer wieder nach Ungarn einreisen.

Seit der Wende 1989 und bis heute setzt sich Karl Pfeifer mit dem sich wieder laut artikulierenden Antisemitismus, mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinander. Im Buch befindet sich auch eine Auswahl seiner Artikel von 1979 bis 2016 aus denen ersichtlich wird, dass er schon sehr früh auf die Entwicklung Ungarns zu einer illiberalen Demokratie hingewiesen hat.

Die Veranstaltung findet statt in HS 2106 (Gebäude D) der Uni Augsburg.
Zu den weiteren Events des Semesterprogramms: https://www.facebook.com/pg/dighgaugsburg/events/?ref=page_internal

Mehr zum Thema

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben


X