Konzert: Ein Kammermusikalischer Abend des Leopold-Mozart-Zentrums zum 200. Geburtstag von Niels Wilhelm Gade (1817-1890)

LeserReporter Christine Wieser
Donnerstag, 4. Mai 2017 - 18:00 - 20:00

Als „genialsten unter den jüngern Musikern, einen ganzen Meister“ titulierte Robert Schumann seinen dänischen Komponistenfreund Niels Wilhelm Gade. Aus Anlass des 200. Geburtstags Gades lädt das Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg für den 4. Mai zu einem kammermusikalischen Abend im Konzertsaal des LMZ (Maximilianstraße 59, 86150 Augsburg) ein. Die Einführung beginnt um 18 Uhr, das Konzert selbst eine Stunde später. Der Eintritt ist frei.
Gades sinfonische Frühwerke wurden in den 1840er Jahren in Leipzig wie andernorts vom Publikum euphorisch gefeiert und von der Fachwelt wie Naturereignisse bestaunt wurden. Einen eigentümlich „nordischen Ton“ meinte man in ihnen zu vernehmen, entsprungen einer „nordischen Sagenwelt“, „mit nordischen Bergen und Seen, Runen und Nordlichtschein.“
Vom Vorreiter eines spezifisch dänischen Nationalstiles wandelte sich Gade unter dem Einfluss der „Leipziger Schule“ Mendelssohns und Schumanns zunächst zu einem kompositionsästhetischen Kosmopoliten, bevor ihm in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens eine souveräne Verschmelzung von skandinavischem Nationalstil und universellem Anspruch gelang.
Das Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg zeichnet anlässlich des 200. Geburtsjahres Niels Wilhelm Gades dessen reichen kompositorischen Lebensweg in acht kammermusikalischen Stationen nach, beginnend mit den frühen „Nordischen Tonbildern“ für vierhändiges Klavier von 1842, über Liedvertonungen Andersens und Eichendorffs, den gewichtigen Instrumentalwerken wie der zweiten Violinsonate, dem zweiten Klaviertrio und den „Fantasiestücken“ für Klarinette und Klavier bis hin zu den späten „Aquarellen“ für Klavier solo von 1881.
An dem von Markus Schmitt konzipierten Abend musizieren Studierende der Instrumental- und Gesangsklassen des Leopold-Mozart-Zentrums, die Einstudierung betreuten Professor Christoph Hammer und Professor Dominik Wortig.

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