Warum wir über den Islam nicht reden können

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Mittwoch, 31. Mai 2017 - 19:00

Warum wir über den Islam nicht reden können
"Islamophobie" und Identität

Wie kommt es, dass wir die Ablehnung des Islam als „rassistisch“ wahrnehmen – nicht jedoch die Ablehnung des Christentums? Dass wir rassistische Ressentiments gegen Türk*innen oder Araber*innen Islamophobie nennen, Ressentiments gegen – christliche – Nigerianer*innen aber nicht Christentumophobie? Warum waren die Demonstrant*innen des arabischen Frühlings für uns – in erster Linie – „Moslems“, die Demonstrant*innen der Occupy-Bewegung aber nicht „christlich“? Warum reden wir, wenn wir vorgeben über den Islam zu reden, über alles mögliche andere (Terrorismus, Migration, Integration) – nur nicht über den Islam?
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage nach der selbstgewählten islamischen Identität. Anhand der These, die Identität des Islamisten gründe auf seiner Identifizierung mit dem verlorenen Objekt "Ehre", der "Herrlichkeit der Macht", untersucht Sama Maani die Identifizierung mit dem Islam als narzisstische Verlustverarbeitung.

Sama Maani ist Schriftsteller und Psychoanalytiker in Wien. Publikationen (u.a.): "Ungläubig" (Roman), "Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten und die eigene auch nicht" (Essayband), "Der Heiligenscheinorgasmus und andere Erzählungen".

Der Vortrag findet statt in Hörsaal III (Gebäude C) an der Universität Augsburg.
Zu den weiteren Events des Semesterprogramms: https://www.facebook.com/pg/dighgaugsburg/events/?ref=page_internal

http://derstandard.at/2000053997371/Die-verlorene-Ehre-des-Islam

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