Vortrag: Blutiger Aufbruch in eine neue Epoche

Mittwoch, 31. Mai 2017 - 20:00

Mit der Februarrevolution von 1917 war zwar die Herrschaft der Zaren in Russland beendet, doch die Probleme des Landes blieben bestehen. Nach wie vor gab es Hungersnöte und soziales Elend. Die Doppelherrschaft von Duma (dem Parlament) und Räten (Sowjets) führte zu Uneinigkeit in vielen Fragen. Für Ende November 1917 war eine verfassunggebende Versammlung geplant, die über die zukünftige Staatsform entscheiden sollte. Doch das Zentralkomitee der Partei (der Bolschewiken) beschloss am 10. Oktober 1917 einen Aufstand gegen die Provisorische Regierung mit Sitz im Winterpalast in St. Petersburg, der am 7. November von den Rotarmisten gestürmt wurde. In der Folge der Revolution kämpfte die Rote Armee bis 1920 in einem blutigen Bürgerkrieg alle Widersacher ihrer Revolution brutal nieder - ein Trauma, das Russland bis heute verfolgt.
Matthias Hofmann, Historiker, Orientalist, Medienwissenschaftler, Tübingen

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