Vortrag: Ich war fremd und obdachlos und Ihr habt mich aufgenommen – Kirchenasyl und Flüchtlingshilfe in Geschichte und Gegenwart

Dienstag, 27. Juni 2017 - 19:30

„Unser Ziel bleibt es, in einem demokratischen Rechtsstaat Kirchenasyl wo es geht zu vermeiden. Dennoch müssen wir auch die wenigen Ursachen ansprechen, die immer wieder zu Kirchenasyl führen. Die Friedensstadt Augsburg mit ihrer langen
Geschichte ist ein guter Ort darüber zu reden.“ Kirchenasyl hat eine lange Tradition in Augsburg, Bayern und der Welt. Der landeskirchliche Beauftragte in Bayern
für Kirchenasyl referiert nach einem spannenden Überblick über die Geschichte dieser humanitären Rechtsnorm über die vielen Aspekte der Vergabe von Kirchenasyl im Spannungsfeld juristischer Bewertungen, christlicher Nächstenliebe und politischer Hintergründe. Das Kirchenasyl war früher ein verbindliches
Rechtsinstitut. Heute ist es ein extremes Mittel der christlichen Schutzgabe in individuellen Ausnahmefällen. Es ist immer Ultima Ratio. Kirchenasyl ist ein Akt der Barmherzigkeit für einige wenige aus den Millionen der Geflüchteten und eingebettet
in die umfassende kirchliche Flüchtlingshilfe. Stephan Theo Reichel, geb. 1953, studierte Geschichte, Italienisch und Wirtschaftswissenschaften. Er war 30 Jahre für
einen Finanzkonzern weltweit unterwegs. Seit drei Jahren ist er im Vorruhestand und als Berater und Beauftragter der Evangelischen Landeskirche Bayern und der Herrnhuter Brüdergemeine für Kirchenasyl tätig. Die Vortragsreihe widmet sich aktuellen Themen der vielfältigen Stadt Gesellschaft in der Friedensstadt Augsburg.
Die Vorträge sollen das Verständnis für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fördern und Handlungsmöglichkeiten vorstellen.

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